Klassische Archäologie
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Projekt zur Einrichtung eines Archäologischen Parks in Meninx

19 - meninx - arch_park_2018

Um das antike Meninx und die Ergebnisse unserer Forschungen vor Ort einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wird derzeit im Rahmen der Kooperation zwischen der LMU München und dem INP (Institut National du Patrimoine, Tunis) ein Archäologischer Park eingerichtet.

Hier soll das reiche antike Erbe Djerbas exemplarisch sichtbar gemacht werden, wobei zwei Zielgruppen angesprochen werden: zum einen die lokale Bevölkerung Djerbas, zum anderen die zahlreichen Touristen aus dem In- und Ausland, die Jahr für Jahr auf die Insel kommen.

Dieses Vorhaben wurde 2018 von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) großzügig finanziell gefördert.

 

 

 

Errichtung von zwei Informations-Stationen

Informations-Stationen des Archäologischen Parks 

2018 wurde damit begonnen, zwei Informationsstationen zu errichten, um die Besucher mit dem Ort und seiner Geschichte bekanntzumachen.
Die eine Station befindet sich am Eingang zum Antikengelände, nah der heutigen Küstenstraße, und besteht aus einem „Informations-Pavillon“ (Foto: Stand der Bauarbeiten Mitte Oktober 2018) errichtet. Dieser Bau umfasst, neben einigen Depoträumen, eine offene Halle, in der auf 5 Schautafeln allgemeine Informationen zu Meninx, der Stadtanlage und den verschiedenen Perioden der Stadtgeschichte geboten werden.
Die zweite Station wird auf einem an der Meeresküste liegenden Hügel, dem sog. „Süd-Hügel“ installiert, der einen guten Rundblick über Meninx und die vorgelagerte Bucht bietet. Hier wird eine „Informations-Plattform“ errichtet, auf der 5 Schautafeln Informationen zu den von hier aus sichtbaren antiken Gebäuden, zum Wirtschaftsleben der Stadt und ihren weitreichenden Handelsbeziehungen geben.
Der Archäologische Park soll im Frühjahr 2019 eröffnet werden.

Rettungsgrabung

Rettungsgraben für das Fundament der Informations-StationenUnter Leitung von Robert Arndt lic. phil., Excavation Supervisor im GIZ-Projekt, wurde vom 15. Juni bis zum 13. Juli 2018 die notwendige wissenschaftliche Grabung zur Vorbereitung der Fundamentsetzung für den Informations-Pavillon durchgeführt. Hierfür wurde ein 27 x 13 m großes Areal bis zu einer Tiefe von 1 m freigelegt. Die Ergebnisse zu den Befunden und Funden wurden in die Grabungsdokumentation des DFG-Forschungsprojektes integriert. Nach diesen Vorbereitungen konnte Ende Juli 2018 mit den Bauarbeiten für den Pavillon begonnen werden.

 

 

 

Summer Schools

Summer Schools

Unmittelbar mit Einrichtung des Archäologischen Parks verbunden ist, als integraler Bestandteil unseres Vermittlungskonzeptes, die Einrichtung einer digitalen Infrastruktur. Hiermit gehen diverse Schulungsmaßnahmen, um eine nachhaltige Qualitätssicherung in der Öffentlichkeitsarbeit vor Ort zu gewährleisten.

 

 

 

 

 

Unter der Leitung von Dr. Karin Mansel, Education Supervisor im GIZ-Projekt, wurden 2018 insgesamt drei Summer Schools durchgeführt:

  • Summer School I: „Journées d’étude sur la céramique de Meninx“, Houmt Souk, 14.–16. März 2018. Durchführung: Dr. Karin Mansel (LMU/GIZ), Dr. habil. Sami Ben Tahar (INP), Prof. Dr. Michel Bonifay, Dr. Tomoo Mukai, Dr. Elyssa Jerray (Université Aix-Marseille), Prof. Muftah Alhddad (Azzaytuna University, Libyen). Teilnehmer: 15 (Studierende von den Universitäten Sfax und Tunis sowie Konservatoren und Konservatorinnen des INP)
  • Summer School II: „De la fouille à l‘exposition“, Houmt Souk, 25.–30. Juni 2018. Leitung: Dr. Karin Mansel (LMU/GIZ), Dr. habil. Sami Ben Tahar (INP), Dr. Tomoo Mukai (Université Aix-Marseille), unter Mitwirkung von Robert Arndt lic. phil., Dr. Nicolas Lamare (LMU/GIZ), Francesca Assirelli M. A., Bianca Maria Mancini M. A. (Universität Bologna) und Elisabeth Lehr-Stempel (Restauratorin, München). Teilnehmer: 15 (Studierende von den Universitäten Sfax und Tunis sowie Konservatoren und Konservatorinnen des INP)
  • Summer School III: „Tourisme culturel – guides touristiques. 4000 années d’histoire culturel à Djerba”, Houmt Souk, 12. –14. November 2018. Leitung: Dr. Karin Mansel (LMU/GIZ), Dr. habil. Sami Ben Tahar (INP), Mekki Aoudi (Präsident der Association pour la Sauvegarde de l’Ile de Djerba), Samir Ounallah, Bechir Mazigh (Agence de Mise en Valeur du Patrimoine et de Promotion Culturelle). Teilnehmer: 15 (Studierende vom Institut Supérieur des Études Téchniqes / ISET, Djerba und von tunesischen Universitäten)

Einrichtung eines Media Room in Houmt Souk

Einrichtung eines Media Room in Houmt Souk 2018 Unter der Leitung von Dr. Nicolas Lamare, Project Manager im GIZ-Projekt, wurde in einem der Räume des INP im Borj von Houmt Souk ein Media Room für die Schulungsmaßnahmen eingerichtet. Im Juni 2018 wurde der Raum mit Laptops, Beamer, Tablets und Drucker/Kopierer ausgestattet, so dass hier bereits die zweite, museologische Summer School „De la fouille à l‘exposition“ (s. o.) stattfinden konnte.

 

 

 

 

Mitwirkende an dem GIZ-Projekt zum Archäologischen Park Meninx:

  • Prof. Dr. Stefan Ritter (LMU): Project Director, D
  • Dr. habil. Sami Ben Tahar (INP): Project Director, TN
  • Dr. Nicolas Lamare (Paris): Project Manager (Coordination, Public relations)
  • Dr. Karin Mansel (München): Education Supervisor (Summer schools, Tour guide training)
  • Robert C. Arndt lic. phil. (Buochs, CH): Excavation Supervisor (Emergency excavation)
  • Bechir Mazigh (ANEP, Tunis): Architect (General concept)
  • Ben Maïz Anouar (Houmt Souk): Executive architect (Building construction)
  • Raoudha Hamdani (Houmt Souk): Technical coordinator, TN (Administration)
  • Dr. Paul Scheding (LMU): Junior Director, D
  • Dipl.-Ing. Tobias Busen (TUM): Concept Supervisor
  • Dipl.-Ing. Miriam Knechtel TUM): Concept Supervisor
  • Bartlin Schöpflin B. A. (LMU): Junior Assistant, D (Administration)