Klassische Archäologie
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Profil der Klassischen Archäologie in München

Die Klassische Archäologie ist thematisch ein sehr breites Fach. Daher erfährt das Fach an den einzelnen Universitäten, bedingt durch die verschiedenen Forschungsfelder der einzelnen Dozenten, unterschiedliche Schwerpunkte. Hieraus entwickelt ein jedes Institut sein spezifisches Profil.

Durch die Forschungsinteressen der Wissenschaftler am Institut für Klassische Archäologie der Universität München ergibt sich ein starker Schwerpunkt auf dem Bereich der Bildwissenschaften (mit Fokus auf die Kulturen Griechenlands und Roms zwischen 1000 v.Chr. und 400 n.Chr.). Folgende Phänomene stehen gegenwärtig im Zentrum der wissenschaftlichen Auseinandersetzung, auch und gerade zwischen Dozenten und Studierenden:

  • die Rolle der Bilder als zentrales Medium der gesellschaftlichen Kommunikation und der visuellen Inszenierung von Lebensräumen (z.B. in Städten, in Heiligtümern, in Theatern, auf Plätzen, in Häusern, auf Gebrauchsgegenständen und Luxusgeschirr);
  • Strategien visueller Formulierung und Bilderzählung (z.B. Einzelfigur, narrativer Bildfries);
  • Bilder des Mythos und des Lebens als Diskurs gesellschaftlicher Werte und menschlicher Gefühle (z.B. Bilder am Grab, im Haus, für den Kult);
  • ideologische Bild-Entwürfe von Gegenwelten und Fremden (z.B. Monster, Barbaren);
  • funktionieren von Bildern zwischen normativer Kraft und emotionaler Wirkung (z.B. Darstellungen von Siegern und Opfern);
  • visuelle Inszenierung von Herrschenden in den Städten (Monarchen, Eliten);
    Wirkung von Stadtbildern und kulturell überformten Landschaftsbildern.

Wöchentliche Vorträge über neue Forschungen deutschsprachiger und internationaler Wissenschaftler ermöglichen es, die Schwerpunkte des Münchner Instituts unter immer wieder neuen Perspektiven zu diskutieren.

Ein besonders gewinnbringender Aspekt, über den sich das Institut in seinem Profil definiert, ist schließlich die intensive Auseinandersetzung mit den einzigartigen Bestände der Münchner Museen, die gezielt in die Lehre miteingebunden sind. Daraus ergibt sich für die Studierenden zugleich die Chance, sich in wissenschaftlicher Öffentlichkeitsarbeit zu üben.